12.04.2018
Rechnungen

Jeder von uns hat mit Rechnungen zu tun, wir bekommen sie, wir stellen sie, wir müssen sie auf Richtigkeit prüfen.

Nach § 14 UStG Umsatzsteuergesetz gehören folgende Angaben auf eine Rechnung:

  1. Name und Anschrift des leistenden Unternehmers (Ihr)
  2. Name und Anschrift des Abnehmers & Rechnungsempfängers – wichtig ist die korrekte und vollständige Firmierung (GmbH, AG, GmbH & Co. KG, OHG, KG, GbR etc.)
  3. Rechnungsnummer, fortlaufend und einmalig vergeben
  4. Rechnungsdatum
  5. Leistungsbeschreibung über Art & Umfang sowie Menge
  6. Leistungszeitraum oder Zeitpunkt der Lieferung
  7. Entgeltausweis Netto Summe
  8. Steuerbetrag mit anzuwendendem Steuersatz (7% oder 19%) oder Hinweis auf Steuerbefreiung wie zum Beispiel Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG)
  9. Erteilte Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (Bsp.: DE123456789) -> mehr zur USt ID im nächsten Tipp
  10. Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen (Waren) oder sonstigen Leistungen (Dienstleistungen) an einen Unternehmer im EU Ausland gehört neben eurer USt ID auch die des Rechnungsempfängers auf die Rechnung. Ihr seid verpflichtet VOR der Rechnungslegung die Unternehmereigenschaft eures Partner zu überprüfen, das geht online hier: [https://evatr.bff-online.de/eVatR/index_html]
  11. Bei steuerpflichtigen Umsätzen an einen EU Partner, wird die Rechnung netto ausgestellt (nicht in Deutschland steuerbar) und der Hinweis Reverse Charge Verfahren oder Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers, gehört zwingend auf die Rechnung Da das Umsatzsteuergesetz sehr umfangreich geworden ist, empfehlen wir euch eine qualifizierte Umsatzsteuerprüfung bei eurem Steuerberater. Eine solche Anfrage genügt per Mail, so kann euer Steuerberater aber vorab prüfen, ob der Umsatz unter Reverse Charge fällt und verhindert Nachforderungen vom Finanzamt bei falsch ausgewiesener Umsatzsteuer.

Bedenkt eure Pflicht diese Umsätze in der Zusammenfassenden Meldung (ZM Meldung) beim Bundesamt für Finanzen zu melden (Pro Quartal oder monatlich bei Umsätzen > 50.000 €)

Kein Pflichtbestandteil ist übrigens der Ausweis eurer Bankverbindung oder des Zahlungsweges. Das lassen wir mal unkommentiert...

SONDERBESTIMMUNGEN mit zusätzlichen Angaben gelten zum Beispiel bei Reisebüros oder handwerklichen Leistungen an Grundstücken oder auch beim Handel mit bereits gebrauchten Gegenständen (Differenzbesteuerung), Antiquitäten und Kunstgegenständen.



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